1. Ernährungsberatung beim TCM-Coach.

Ich wusste bereits, welch mächtige Rolle Ernährung für die Gesundheit spielt, und bemühte mich auf vieles zu verzichten, von dem ich dachte, dass es nicht gut für mich ist. Anfangs gelang mir das auch sehr gut. Bis ich irgendwann nicht mehr wusste, was ich denn überhaupt noch essen sollte.

tcm ernährung

Bei der Diagnose machte mich mein Arzt erneut darauf aufmerksam, wie wichtig  Ernährung bei Autoimmunerkrankungen ist. Er empfahl mir so viel “Entzündungshemmendes” und so wenig “Entzündungsförderndes”, wie möglich, zu mir zunehmen.

Für mich war das vollkommen logisch, nachdem es ja um Entzündungen in meinem Körper geht.

Voll überzeugt stellte ich mir alles “Entzündungshemmende” in der Küche demonstrativ bereit und konzentrierte mich darauf – nur diese Lebensmittel zu mir zunehmen.

Tatsächlich! Meine Beschwerden wurden ganz langsam ein wenig besser. Doch irgendwann bekam ich solch einen Heißhunger auf Süßes, dass ich die Kontrolle verlor und in mein altes (sehr Süßes) Verhaltensmuster kippte.

Daraufhin schaute ich mir die Paleo-Diät an, und wieder erlebte ich das gleiche.

Die Neugier war groß.

Umso gespannter war ich auf meinen ersten Termin bei Michael Lex, meinem TCM Coach und Ernährungstrainer.

Er bot mir leckeren Tee an. Dann schaute er mein Gesicht an, meinen Puls und meine Zunge. Er stellte mir viele Fragen. Doch am spannendsten fand ich, als er mich bat – auf einen sehr grossen Teil entzündungshemmender Nahrungsmittel zu verzichten.

All das, was mir bis jetzt geholfen hat!!! ??? !!!

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Darauf meinte er ganz gelassen:” Wir wollen doch, dass es gar nicht soweit kommt, und erklärte mir, dass wir NICHT DIE SYMPTOME bekämpfen, sondern der URSACHE auf den Grund gehen.

Ich bekam zwei auf mich abgestimmte Teerezepte. Eines für vormittags und das andere für nachmittags, und Unterlagen, auf denen ich nachschauen konnte, welche Nahrungsmittel gut für mich sind und welche nicht.

Bereits nach zwei Wochen eiserner Disziplin merkte ich deutliche Verbesserungen. Nicht nur die körperlichen Schmerzen ließen nach, meine Kraft kehrte langsam zurück, und meine Wahrnehmung wurde zunehmend klarer. Nach sechs Wochen war ich das erste Mal – nach über einem Jahr – komplett schmerzfrei!!

Fazit

Laut TCM ist Ernährung komplett individuell, was ich selber nur bestätigen kann.

Was für den einen gesund ist, kann für den anderen tödlich sein! Nüsse sind dafür ein gutes Beispiel.

Ich persönlich habe durch die Ernährung nach TCM nicht nur einen Weg gefunden gesund satt zu werden, sondern viel eher eine tolle Möglichkeit mich selbst ganz einfach auszugleichen!

Philosophie

Vor mehr als 2000 Jahren entstand in China die, heute als Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bezeichnete, Heilmethode. Ihre Philosophie beruht auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Körper und Geist.

Gesundheit bedeutet die Fähigkeit, die innere Harmonie aufrecht zu erhalten. Dieses Gleichgewicht findet in Yin und Yang seinen Ausdruck. Wenn die Lebensenergie -Qi- nicht mehr harmonisch fließen kann, treten körperliche und emotionale Beschwerden auf. 

Gesund zu bleiben ist ein steter Prozess. Es ist wichtig, dass wir uns regional und saisonal ernähren; dass wir nicht im Übermaß essen; dass wir auf unseren Körper hören; dass wir uns in Bewegung halten; dass wir unseren Geist schulen und dass wir uns, bei Unwohlsein, Hilfe holen, bevor es zu Krankheit kommt.

“Im alten China war es die Aufgabe des Therapeuten, seine Patienten im gesunden
Zustand zu begleiten, damit es gar nicht zu Krankheit kam.”

Traditionelle chineische Medizin TCM

Die TCM basiert in erster Linie auf dem philosophischen Konzept der Yin-Yang-Theorie. Diese Lehre entsprang zunächst einer Naturphilosophie und beschreibt die Phänomene der Natur sowie deren Beziehungen zueinander und zum Universum. Sie wird benutzt, um den immerwährenden Prozess natürlicher Veränderung zu erklären. Obwohl Yin und Yang in der TCM polare Gegensätze darstellen, sind sie voneinander abhängig, ergänzen und kontrollieren einander und können sich sogar ineinander umwandeln.

Gesundheit bedeutet in der TCM ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Yin und Yang. Ziel der TCM ist es, entstandene Ungleichgewichtszustände zu erkennen und auszugleichen.

Durch speziell entwickelte diagnostische Möglichkeiten wie Zungen- und Pulsdiagnose sollen einerseits Krankheitsprozesse schon vor Ausbruch der Erkrankung festgestellt und diesen gegengesteuert werden und andererseits bereits bestehende Erkrankungen mithilfe folgender Methoden behandelt werden:

  • Akupunktur,
  • chinesische Phytotherapie, chinesische Arzneitherapie
  • Ernährung nach den fünf Wandlungsphasen,
  • Massagetechniken (Tuina, Akupressur),
  • Bewegungsübungen (Tai Chi & Qi Gong,). 

Die älteste Rezeptursammlung stammt aus dem Jahr 168 vor Chr. Im ersten Jahrhundert nach Chr. entstand das Buch Yellow Emperor`s Inner Classic (Huangdi neijing), das sich therapeutisch hauptsächlich mit Akupunktur beschäftigt. Die erste richtige Rezepturensammlung ist die Abhandlung über Kälte-induzierte Erkrankungen (Shanghan zabinglun, ca. 200 n. Chr.).

Seit der Gründung der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur (ÖGA) im Jahr 1954 und des Ludwig Boltzmann Institutes für Akupunktur  (1972-2005) durch Johannes Bischko ist die Integration der traditionellen Therapien in die westliche Medizin ein Hauptanliegen.

Chinesische Phytotherapie

Ein wichtiges Teilgebiet der TCM ist die Kräuterheilkunde. Die chinesische Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) bietet ein umfassendes therapeutisches Konzept, um Ungleichgewichte zwischen Yin und Yang, manifeste Krankheiten und deren Folgen zu behandeln. Dadurch soll es einerseits dem Körper ermöglicht werden, selbst einen Weg zu finden, die pathogenen Faktoren zu beseitigen. Andererseits soll der Körper gestärkt und somit auch vorbeugend die Anfälligkeit für neuerliche Erkrankungen reduziert werden.

In Österreich werden derzeit ca. 400 verschiedene Arzneimittel der chinesischen Medizin in speziell geschulten Apotheken angeboten. Etwa 90 Prozent sind pflanzlicher Herkunft, der Rest besteht aus mineralischen und tierischen Substanzen. Jede Arznei wird nach dem Temperaturverhalten (heiß und warm; neutral; kühlend und kalt) sowie dem Geschmack (scharf, süß, neutral, sauer, bitter, salzig) eingeteilt.

Rezepte der chinesischen Arzneimitteltherapie bestehen fast nie aus Einzelarzneistoffen, sondern sind nach dem Multi-target-Prinzip eine komplexe Mischung aus verschiedenen Arzneistoffen.

Chinesische Arzneitherapie ist in Österreich apothekenpflichtig. Auf TCM spezialisierte österreichische Apotheken werden von Großhändlern mit chinesischen Arzneien beliefert, die aus zuverlässigen, staatlich kontrollierten Betrieben der Volksrepublik China einkaufen und problemanfällige Chargen auf Pestizide (inkl. Herbizide), Aflatoxine, mikrobielle Verunreinigungen und Schwermetallgehalt überprüfen. (Gesundheit.gv.at)

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