Annehmen – der 1. Schritt ist der schwerste!

Ich wollte keine Veränderung annehmen, ich wollte meine Situation nicht akzeptieren, ich wollte damals nicht einsehen, dass ich krank bin. Und schon gar nicht, dass ich mein Leben verändern soll. Hatte ich doch genaue Pläne für meine Zukunft! So weigerte ich mich anfangs mit meiner gesamten Energie die Veränderung anzunehmen.

Dazu kam meine Angst:  “mein Gesicht ” zu verlieren, wenn ich nicht mehr so funktioniere, wie andere es von mir verlangten. Ich schämte mich für meine Erkrankung.

 

Veränderung annehmen

Aber – Leben bedeutet nun mal Veränderung. Die Erde dreht sich weiter und entwickelt sich vorallem weiter. Wir werden älter, sammeln Erfahrungen und Eindrücke. Ob wir  wollen oder nicht, das Leben geht weiter und es verändert sich ständig.

Auch wenn wir  darauf bestehen, dass alles so bleibt, wie es ist bzw. von uns stoßen, was uns nicht gefällt, können wir Veränderung nicht aufhalten. Je mehr wir uns dagegen wehren, desto mehr Probleme und Leid erfahren wir. Oft ist es nicht einfach seinen goldenen Käfig zu verlassen um Neues zu zulassen, aber dennoch der einzige Weg vom Problem zur Lösung zu gelangen!

Wir können uns zwar viele Erfahrungen nicht aussuchen, die das Leben mit sich bringt, aber wir können uns sehr wohl aussuchen, wie wir damit umgehen! Ob wir sie annehmen und etwas daraus machen, oder ob wir unsere Augen davor verschließen, jammern und leiden.

Ich stand morgens mit negativen Gedanken auf und ging abends mit negativen Gedanken schlafen, und damit verbundenen, negativen Gefühlen.  Ich konnte kaum noch klar denken. Und so drehte und drehte ich mich immer weiter im Kreis.

Dieser “Teufelskreis” wird nicht umsonst auch in der Psychologie so genannt. Denn es ist extrem schwer, da alleine herauszufinden. Ich beklagte mich immer wieder aufs Neue über Menschen & Situationen, aber änderte schlußendlich gar nichts an meiner Situation. Ich wünschte mir, an einem anderen Fleck der Erde zu sein, wo sich all meine Schmerzen und Probleme in Luft auflösen. Doch egal wohin wir gehen: Unsere Probleme nehmen wir mit!

 

Verantwortung abgegeben - Problem gelöst!

Ich wußte bereits, dass der psychologische Aspekt bei solchen Krankheiten eine sehr große Rolle spielt (Placebo/Nocebo Effekt) und  kam  nicht annähernd  auf die Idee – mich damit  auseinander zu setzen – womit ich es denn eigentlich zu tun habe. Stattdessen fing ich an “gesünder zu leben”. Indem ich irgendwelchen,  allgemeinen Gesundheitsstipps folgte und voller Überzeugung in meinen Alltag integrierte.  Kurz gesagt:” Ich irrte ohne wirkliches Ziel umher”.

Was ich auch deutlich zu spüren bekam. Egal wie “gesund” ich auch lebte, die Symptome wurden schlimmer. Denn  leider ist es so, dass wir den “Wind” nicht nutzen können, wenn wir nicht erkennen von wo er kommt!

Wenn man etwas reparieren möchte, muss man ja auch erstmal herausfinden, was kaputt ist, und was es benötigt, um es wieder zu reparieren.

Wie hätte ich damals die Veränderung annehmen können?

 

Ich konnte damals nicht einmal mehr andere Menschen so annehmen, wie sie sind. Ich sah in ihnen, was ich sehen wollte bzw nach was ich mich selber sehnte. Aber nicht, wer sie wirklich sind. Eine Enttäuschung folgte der anderen. Ich fühlte mich ständig verletzt von jemandem und immerzu war da diese Wut, auf jemanden und alles. Nichts und niemand entsprach meinen Wünschen oder Vorstellungen!  Um “das Bild nach Aussen” zu bewahren, wehrte ich mich mit Händen und Füßen gegen die Realität und bemerkte nicht, dass genau dabei, meine ganze Energie verloren ging. Ich verfolgte Ziele, die meine Grenzen übertrafen und meinen Selbstwert nur noch mehr leiden ließen.

Jede bewußte Veränderung beginnt mit Akzeptanz! Menschen & Situationen sind wie sie sind! Sie ändern sich nicht, nur, weil sie uns nicht gefallen, wir sie nicht wahr haben wollen oder sie  sogar aus unserem Kopf verbannen.

Zitate

Ändere deine Ansichten und du hörst auf, dich zu beklagen. (Marc Aurel)

Der Veränderung die Türe schließen heißt, das Leben selber aussperren. (W.Whitman)


Sei ein Seemann: "Kämpfe nicht gegen Wind und Wetter, sondern richte Dein Segel!" ( Aristoteles )

veränderung

Wir können zwar den Wind nicht ändern, aber wir können erkennen, von wo er kommt und unsere Segel anders setzen!

Weise Geschichte zum Nachdenken über Selbstliebe und die Sinnlosigkeit des sich Vergleichen.

Im Garten des Königs

Es war einmal ein König. Eines Tages ging der König in seinen Garten. Und als er in den Garten kam fand er dort nur welkende und sterbende Bäume, Sträucher und Blumen.

Der König ging zu einer Eiche fragte was geschehen sei?  

Die Eiche sagte, sie würde sterben, weil sie nicht so hoch werden könne wie die Tanne.

Als der König sich nun einer Tanne zu wandte, ließ diese nur ihre Zweige hängen, weil sie keine Trauben tragen könnte wie der Weinstock.

Und auch der Weinstock lag im Sterben, weil er nicht blühen konnte wie die Rose.

Doch endlich entdeckte der König das wilde Stiefmütterchen. Das wilde Stiefmütterchen war blühend und frisch, wie eh und je.

Der König fragte das Stiefmütterchen, warum es als einziges nicht im Sterben lag?

Auf seine Frage erhielt er folgende Antwort: „Für mich war klar, dass du ein Stiefmütterchen haben wolltest, als du mich einpflanztest. Hättest du eine Eiche, einen Weinstock oder eine Rose gewollt, hättest du eine Eiche, einen Weinstock oder eine Rose gepflanzt. Deshalb dachte ich: “Da du mich hier eingepflanzt hast, sollte ich mein Bestes geben, um deinem Wunsch zu entsprechen. Und da ich ohnehin nichts anderes sein kann, als ich bin, versuche ich dies nach besten Kräften zu sein.

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