Selbstreflexion – 3 ganz simple Tricks.

Wer in sich geht, kann mehr aus sich herausholen. ( Ernst Ferstl)

Selbstreflexion – Sei ehrlich zu dir selbst

… klar bin ich ehrlich zu mir selbst! Mich selbst anzulügen hätte ja wohl wirklich keinen Sinn. Und klar, denke ich auch über mich selber nach.

Ich frag mich doch eh ständig:

  • „Warum ist das passiert?“
  • „Warum habe ich dazu nichts gesagt?“
  • „Warum bin ich gerade wütend?“
  • „Warum bin ich nicht glücklich?“
  • „Warum habe ich Schmerzen?“
  • „Warum bin ich krank?“
  • „Warum mach ich das?“
  • Usw..
selbstreflexion

Nur zufriedener, glücklicher, ausgeglichener oder erfolgreicher hat mich das nicht gemacht, eher im Gegenteil. Ich fühlte mich gefangen, wie in einer „Never-Ending-Story“, gegen die ich machtlos schien.

Kurzfristig konnte ich zwar meine Probleme und Schmerzen immer lösen, doch sie kamen irgendwie immer wieder.

Tatsächlich zeigen wissenschaftliche Studien klar, dass wir mit der Frage – „Warum?“ – den Zugang zu unserer unbewussten Welt blockieren. Wir bleiben mit unserem Fokus beim Problem in der Aussenwelt, und „unterm Strich“ sind dann alle anderen Schuld.

Verantwortung abgegeben - Problem gelöst!

Der größte Teil, der uns als Mensch jedoch ausmacht, sind unsere gesamten, unbewussten Prozesse, die automatisch bei uns ablaufen – all die Gewohnheiten, die wir uns herangezüchtet haben – die Meinungen, die wir übernommen haben – die Kindheitstrauma, die wir erlebt haben – usw.

Und gerade, weil der größte Teil von uns verborgen ist und per Autopilot läuft, ergibt die Frage – „Warum“ – ganz einfach keinen Sinn.

Dazu kommt noch, dass wir Menschen dazu neigen, Antworten zu erschaffen, die sich wahr anfühlen, allerdings reine Interpretationen sind, und die somit mit der Wahrheit gar nichts zu tun haben können. Uns selbst zu belügen ist ein ganz normaler Schutzmechanismus, der unsere verborgenen Ängste kaschiert, und der dazu führt, dass wir ganz oft etwas machen, was wir eigentlich gar nicht wollen. Wir haben ständig mit anderen Menschen zu tun:

  • Chef
  • Kollegen
  • Familie
  • Freunde
  • Bekannte
  • Medien
  • Werbung
  • Usw..

Dadurch sind wir ständig verleitet, dass zu übernehmen, was andere sagen, oder wie andere etwas machen. Ohne lange nachzudenken funktionieren wir, und leben quasi das Leben anderer. Denn wir möchten den Erwartungen unserer Mitmenschen entsprechen. Wir reagieren zwar auf die Reize, die wir im Außen wahrnehmen, aber agieren selbst nicht mehr.

Wir sind ständig davon abgelenkt, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Es scheint zwar, wir hätten die Kontrolle über unser Leben, aber in Wirklichkeit bestimmen andere Menschen über uns, ohne dass wir es mitbekommen.

Selbstreflexion heißt, dass wir über uns selbst nachdenken, dass wir uns ohne jegliche Bewertung mit uns selbst auseinandersetzen und vorallem, dass wir auch dahin schauen, wo es sich nicht mehr gut anfühlt. Am besten funktioniert das aus der Vogelperspektive in der dritten Person.

Schau es dir von außen an!

perspektive
  • Was genau spürt sie?
  • In welchen Situationen fühlt sie sich frustriert?
  • Was haben diese Situationen gemeinsam?
  • Wofür macht sie das?
  • Woher kennt sie dieses Gefühl?
  • Woher hat sie ihre Meinung darüber?
  • Bringt ihre Meinung sie weiter? Oder hält sie ihre Meinung eher auf?
  • Was hätte sie besser machen können?
  • Was könnte die Schmerzen ausgelöst haben?
  • Usw..

Mit dieser Sichtweise auf uns selbst bekommen wir nicht nur die Möglichkeit unser Leben so zu leben, wie wir es wollen – nämlich selbstbestimmt und authentisch. Wir können dadurch auch uns und andere Menschen viel klarer sehen, nehmen nichts mehr persönlich, werden selbstsicher und unser Selbstbewusstsein wächst.

Fazit

  1. Eine Frage NIEMALS mit „Warum“ beginnen!
  2. Eine Frage immer in der 3. Person stellen!
  3. Verwende stets den Blick von oben aus der Vogelperspektive!

Die Gewohnheit des Denkens sagt nichts über dessen Richtigkeit aus! (Thorwald Dethlefsen)

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