Spieglein, Spieglein – Was mich trifft betrifft mich!

Spieglein, Spieglein an der Wand, nimm Dein Leben selber in die Hand!

Dieser Beitrag ist nicht geeignet für Menschen mit Schizophrenie oder ähnlicher Erkrankung!

Persönlichkeitsanteile sind, wie der Name schon sagt, Teile einer Persönlichkeit.

Jeder Mensch hat nicht nur ein Engelchen und ein Teufelchen in sich, die ständig miteinander diskutieren:

persönlichkeitsanteile
  • “Soll ich ?”
  • “Wenn es doch so schön ist:”
  • “Genau das hab ich gesucht.”
  • “Soll ich nicht.”
  • “Es ist teuer.”
  • “Brauch ich das wirklich.”

Sondern noch ganz viele, unterschiedliche, andere Anteile, die durch all unsere Erlebnisse im Laufe unseres Lebens entstanden sind.

Um das Gleichgewicht halten zu können, und um gesund zu bleiben, brauchen wir, wie in einem System, alle Teile. Eine Uhr funktioniert ja auch nicht, wenn ein Teil fehlt oder beschädigt ist. Denn jeder dieser Anteile hat seine eigene Aufgabe zu erfüllen. Deswegen ist auch kein Anteil besser oder schlechter und auch keiner wichtiger oder unwichtiger.

Jeder einzelne Teil in uns hat also seine Berechtigung und seine Aufgabe, ob wir wollen oder nicht! Wir können diese Anteile weder wegoperieren, noch wegzaubern, noch lösen sie sich irgendwann von selber in Luft auf, nur weil wir sie nicht mögen oder nicht haben wollen. Sie sind da und sie gehören zu uns!

Diese Anteile können uns entweder nützlich sein, oder uns auch im Weg stehen. Die Angst, die uns in gefährlichen Situationen, helfen soll, unser Überleben zu sichern, kann uns einschränken, wenn wir neue Menschen kennenlernen wollen, oder uns auch bei einem Vorstellungsgespräch blockieren.

Je nach Situation kommt der eine oder andere Persönlichkeitsanteil mehr oder weniger zum Vorschein und beeinflusst so unser Denken, Fühlen und letztendlich unser Verhalten.

Die Theaterbühne:

Wie in einem Theaterstück, in dem verschiedene Schauspieler (Anteile) wirken, hat jeder Schauspieler seine eigene Rolle, also eine eigene Aufgabe, eine eigene Funktion. Aber auch eine eigene Sichtweise und eine eigene Art sich mitzuteilen. So äußert sich der Vernünftige meist streng im Gegensatz zum Abenteuerlustigen, der Spaß haben möchte.

Wenn ich, zum Beispiel, wiedermal abnehmen möchte und abends gemütlich auf der Couch sitze und plötzlich Lust auf Schokolade bekomme:

Bühne

Da ist auch schon der erste Schauspieler auf der Bühne:

  • Die Lust, die sagt:“ Ach, wie gut wäre diese Schokolade.
  • Da springt die Disziplin mit einem Schwung auf die Bühne und schimpft laut: “Lass die Finger von der Schokolade, Du willst abnehmen!“
  • Die Gier taucht aus dem Nichts auf und flüstert leise:“ Hol sie Dir!“
  • Da schleicht sich die Opferrolle vorsichtig hinter der Ecke hervor:“ Ich werde nie abnehmen.“
  • Die Vernunft sagt streng:” Du wirst diese Schokolade nicht essen!
  • Die Gerechtigkeit kommt dazu und jammert:” Das ist sooo unfair! Andere können Schokolade essen, soviel sie wollen, und nehmen nicht zu.
  • uvm.

Und damit auf unserer Bühne nicht alles außer Rand und Band läuft, und nicht jeder macht, was er gerade möchte, gibt es auch in unserem Theater einen Chef, einen, der die Kontrolle hat, einen Regisseur –

– nämlich WIR SELBST!!!

Der Regisseur trägt die Verantwortung darüber, dass seine Schauspieler gut zusammenarbeiten. Er kontrolliert die Intensität seiner Schauspieler und bestimmt, wer die Hauptrolle übernehmen darf, und wer nur eine kleine Rolle spielen darf. Er alleine trifft die Entscheidungen!

Oft kommt es vor, dass ein Schauspieler sich in den Vordergrund drängelt und einen anderen Schauspieler unterdrückt. Wie der Perfektionismus, der oft die Lebensfreude nur sehr klein hält oder auch die Wut, die den Stolz von der Bühne stoßt und den Selbstwert niederdrückt.

Doch egal, was da gerade auf unserer Bühne los ist , und egal wielange der Regisseur etwas übersehen hat in seinem Theaterstück, er hat jederzeit die Möglichkeit einzugreifen und aufzuräumen! (außer bei Alkohol oder Drogenkonsum)

Wir sind nicht Opfer unserer Anteile!

Einen weiteren interessanten Artikel zum Thema Teilearbeit findet ihr auf dem Bolg von Uwe Hutterer.

Man sieht selten das, was ist. Man sieht das, was man sehen will (kann).

Spieglein

Die Spiegel des Lebens/ Resonanzprinzip:

  • Wie im Innen, so im Außen.
  • Wie im Außen so im Innen.
  • Wie im Großen, so im Kleinen
  • Wie im Kleinen so im Großen.
  • etc.

Verantwortung

Das Resonanzgesetz sagt auch, dass alles, was passiert – das Ergebnis einer Ansammlung von Menschen, Umständen und Einflüssen ist. Demnach trägt also jeder seinen Teil zu einer Situation bei. Einen Schuldigen zu suchen und ihn zu bestrafen, besänftigt zwar vorübergehend unser Ego.

Verantwortung abgegeben – Problem gelöst!

Denn unser Ego hätte immer gerne Einen, dem wir die Schuld in die Schuhe schieben können, und den wir anpampen können, damit wir selber nicht die Verantwortung tragen brauchen.

Aber verändert nicht das System, das den Schuldigen überhaupt erst auf die Bühne geholt hat, und es wird nicht lange dauern bis wir das nächste Dilemma haben.

Denn, wenn wir immerzu ins Außen gehen und immerzu einem Menschen oder einer Situation die Schuld geben, uns nicht selbst reflektieren, dann werden wir auf diesem Niveau stehen bleiben und uns hier nicht weiterentwickeln.

Das Problem ist nur, dass sich alles in uns sich weiterentwickeln möchte – dass alle unsere Schauspieler eine Rolle spielen wollen – und uns deshalb ständig die gleichen Situationen – Theaterstücke – wieder unterkommen, solange bis wir aufgeräumt haben.

Stell Dir vor: Du stehst morgens vor dem Spiegel und Dir gefällt nicht, was Du siehst, weil du müde und abgeschlagen ausschaust, dann liegt es ja auch an Dir für mehr Entspannung, Schlaf, schöne Momente, etc. in Deinem Leben zu sorgen, um das Bild im Spiegel zu verändern. Den Spiegel anzumalen oder wegzusperren, bringt nur, dass Du Dich selbst nicht mehr sehen kannst, aber verändert nicht DEIN Bild von Dir!

Die Wirklichkeit:

So wie wir innerlich sind, wie wir denken, und wie wir fühlen, so erleben wir auch unsere Außenwelt. Alles in der Außenwelt hat immer etwas mit uns selbst zu tun. Es gibt nicht wirklich ein Außen, denn alles, was wir im Außen erleben, kreieren wir in unserem Inneren.

Sind wir in Balance mit uns selbst, so erleben wir auch unsere Außenwelt harmonisch.  Fühlen wir uns unzufrieden, werden wir auch das in unserem Umfeld erfahren.

Wenn wir, zum Beispiel: morgens aufstehen und gut gelaunt sind, dann sind alle Ampeln auf grün, im Geschäft lässt uns jemand vor, auf der Straße lächeln einen Menschen an, der Chef ist freundlich, etc.

Oder aber wir stehen morgens auf, sind grantig und mögen uns einfach selber nicht, dann springt das Auto nicht an, der Bus kommt zu spät, der Chef ist verärgert, die Kolleginnen zickig, etc.

Alles, was wir sind, bewusst oder unbewusst, also alles, was wir tun und sagen, genauso wie alles was wir denken, fühlen, aber auch unterdrücken, strahlen wir aus und hat vor allem eine mächtige Auswirkung. Wie ein Projektor übertragen wir das Theaterstück, das gerade in uns gespielt wird auf die „Leinwand des Lebens“.

Alle Menschen, Tiere und alle Situationen, unsere gesamten Lebensumstände, ja sogar unser Körper – einfach ALLES in unserem Leben, ist lediglich das Spiegelbild unserer eigenen meist unbewussten Denkweise. Die durch unsere eigenen Eindrücke und unsere eigenen Erfahrungen mit den daraus resultierenden Meinungen und Vorurteilen, entstanden ist.

Alles was wir erleben, ist der Ausdruck unseres Inneren. Wir erleben nur, was wir in uns tragen, was wir gerade ausstrahlen.

Es gibt keine Wirklichkeit, so wie wir es oft annehmen oder unser Ego es gerne hätte. Die Wirklichkeit ist das, was in uns wirkt! Jeder Mensch erlebt seine eigene, ganz individuelle Realität. Das kann man sehr gut erkennen, wenn man mehrere Menschen in ein und der selben Situation beobachtet: Der Eine ist eventuell euphorisch und voll interessiert, ein anderer wiederum ist ängstlich und vorsichtig oder sogar handlungsunfähig, einen anderen lässt die Situation kalt, er bleibt gelassen, der nächste wird wütend etc. Es ist ein und die selbe Situation. Nur durch unsere inneren Programmierungen, unsere herangezüchteten Überzeugungen, also durch all unsere Erlebnisse, bewerten wir Situationen, und daraus entstehen wiederum Emotionen, die wir wiederum ausstrahlen.

Was mich trifft - betrifft mich!

Alles, was uns emotional trifft, uns also in irgendeiner Weise emotional berührt – ob positiv – oder negativ- ist ein Spiegel!

Oft können wir die Spiegel des Lebens nicht sofort verstehen. Ich fühlte mich lange ständig respektlos behandelt und benutzt, obwohl ich selbst in keinem meiner Lebensbereiche so war.

dedektiv

Manchmal bekommen wir den Spiegel hingehalten, weil wir nicht viel von uns selber halten, weil wir vielleicht ein schlechtes Gewissen haben, oder uns selbst vergeben dürfen, oder weil wir unseren Selbstwert auf eine höhere Stufe stellen dürfen.

Gelingt es uns, dann erzeugen wir neue Spiegelungen und neue Menschen kommen in unser Leben. Menschen, die uns respektieren, die uns schätzen und die uns Anerkennung schenken für das, was wir sind und was wir machen!

Oder aber, die Menschen um uns verändern ihr Verhalten, weil es keinen Anlass mehr dafür gibt, dass sie uns in diesem Bereich spiegeln.

1. Spieglein

Alles, was ich an anderen Menschen sehe und es mich emotional berührt (stört, verletzt, ärgert, uvm.) trage ich selbst als Anteil auch in mir, der gesehen werden möchte.

2.Spieglein

Auch wenn jemand uns verletzt oder wir uns respektlos behandelt fühlen, weil jemanden etwas an uns nicht gefällt, so trifft es uns emotional und wir dürfen uns diesen Anteil genauer ansehen.

3.Spieglein

Wenn uns jemand kritisiert und es berührt uns nicht, brauchen wir uns nicht darum kümmern, dann sind es seine Schauspieler, die er sich näher ansehen darf.

Es gibt vieles, was uns nicht emotional tendiert, das brauchen wir uns nicht anzusehen, darum brauchen wir uns nicht kümmern, aber alles was uns auch nur irgendwie emotional trifft – betrifft uns auch!

4.Spieglein

Alles, was uns positiv berührt, uns an anderen gefällt, wir es vielleicht sogar lieben, dass gefällt oder lieben wir auch an uns selbst!

Fazit:

Ich werde oft von Freunden gefragt:“ Simone, woher hast Du gewusst, dass  das geschehen wird?

Ganz einfach, wenn man die Spieglein des Lebens erkennen und für sich selber nutzen kann, dann haben wir die Möglichkeit, durch unser inneres aufräumen, ganz anders durchs Leben zu gehen, weil wir eine neue innere Realität und somit eine neue Realität im Außen erschaffen, und uns so besser in alltäglichen Situationen positionieren können. Aber wir können dann auch die Spiegelungen anderer sehen:

Ein Mensch, der sich nurmehr um seine Arbeit kümmert, für Freunde, Familie und Ruhephasen nur wenig bis gar keine Zeit mehr findet:

  • wird krank,
  • hat einen Unfall, verliert seinen Job,
  • seine Partnerin wird schwer krank,
  • was auch immer!

Irgendetwas wird passieren, weil da ein Schauspieler (Anteil) vernachlässigt (unterdrückt) wird, der auch auf die Bühne möchte um seine Rolle im Theaterstück zu spielen.

Oder eine junge Frau, die sich nur über ihr Äußeres definiert und dabei vollkommen auf Ihre inneren Werte vergisst:

  • nimmt plötzlich zu,
  • bekommt Hautprobleme,
  • Haarausfall,
  • eine Schönheitsoperation misslingt,
  • was auch immer!

Zitate:

Die meisten Menschen mögen ihre eigenen, schlechten Seiten bei anderen nicht.

Wie man in den Wald schreit, so kommt es retour.

Du erntest, was Du säst.

Sei Du selbst, die Veränderung, die Du Dir wünschst!

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